Rückenlänge

Je nach Volumen und Einsatzbereich ist das Tragesystem ein wesentlicher Bestandteil des Rucksackes. Bei Daypacks oftmals vernachlässigbar, ist die Bestimmung der optimalen Rückenlänge bei Touren- und Trekking-Rucksäcken hingegen entscheidend, denn nur so kann der Grossteil des Rucksackgewichts ordentlich auf die Hüfte übertragen werden.

Typischerweise liegt der Hüftgurt mittig an den Hüftknochen (oberer Beckenrand) auf, um so die Hauptlast (siehe Grafik) zu tragen - insbesondere bei grossvolumigen Innengestellrucksäcken. Im alpinen Einsatzbereich kann es aber durchaus sein, dass Bergsteiger gewollt von dieser "Regel" abweichen und einen Rucksack mit einer kürzeren Rückenlänge bevorzugen. Somit ist z.B. jederzeit der Zugriff auf den Klettergurt möglich. 

Wie bestimmt man die Rückenlänge? 

Gemessen wird mit einem flexiblen Massband und zwar von der Oberkante der Schulterblätter bzw. vom 7. Nackenwirbel bis zur Oberkante des Beckenknochens (der 7. Nackenwirbel ist der Wirbel, der hervorsteht, wenn man das Kinn auf die Brust nimmt).

Grob lässt sich folgende Einteilung bei der Rückenlänge vornehmen: 

 

  • short (S) = 42 - 47 cm / 16.5 - 18.5 inch

  • medium (M) = 47 - 52 cm / 18.5 - 20.5 inch

  • long (L) = 52 - 57 cm / 20.5 - 22.5 inch

Wichtig:

Selbst das beste Tragesystem kann seine Stärken nur dann ausspielen, wenn es passt! Und - kein Rücken gleicht dem anderen. Daher gilt: den Rucksack im Geschäft ausgiebig testen (mit entsprechender Testbeladung). 

Die Rucksackmodelle Lightning 45/60, Thunder 50/70 sowie Expedition 80/100 sind mit einem stufenlos höhenverstellbarem Tragesystem ausgestattet und decken die Rückenlängen S - L ab.