Das Exped Venus II hat sich in Lappland extrem bewährt! Zum einen, was Aufbau und Komfort betrifft, aber auch insbesondere bei dem teilweise gigantischen Wind, den das Zelt ertragen musste!

Den ganzen Tag über war es verhältnismäßig windstill. Ich kam zu diesem völlig einsamen Strand, der – umrahmt von den hohen Bergen – wirklich traumhaft war. Da ich das Zelt gut abspannen konnte, entschied ich mich hier trotz der windungünstigen Lage das Zelt aufzubauen. Zu Beginn war es bei Schneefall auch noch alles wunderbar ruhig.

Das änderte sich aber leider schnell und dann gewaltig. Ein Sturm kam auf! Und ich stand nun hier, zwischen offenen Meer und einer weiten Strandebene. Katastrophe!

Aber ich hatte mir ja eigentlich extra für Situationen wie diese hier, dieses High Tech-Zelt gekauft. Nun musste es also zeigen, dass es das viele Geld wert ist. Und, verdammt nochmal, das tat es!

Die Böen wurden immer heftiger. Dieses Zelt lag, ungelogen, mit der einen Seite bis zur Firststange komplett am Boden! Ich wusste nicht, dass sich das Gestänge so verbiegen kann, dass der Stoff so reißfest ist, es sah bizarr aus. Gepaart wurde dies mit einer absolut einzigartigen Stimmung. Schnell ziehende Wolken, ein tobendes Meer, Wolken, die von der untergehenden Sonne noch rot angestrahlt wurden, pechschwarze Wolken und in den Wolkenlücken wieder das Nordlicht in allen Farben. Ich war fasziniert von dieser Atmosphäre.

Auf jeden Fall bin ich sehr froh, mein altes Zelt für diese Tour durch das Venus II ersetzt zu haben. So sehr ich dieses mochte, hier und heute wäre es chancenlos gewesen, da bin ich mir 1000%ig sicher.